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Herbert Zangs

Herbert Zangs

Krefeld 1924 -
Krefeld 2003


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Zangs und Zeitgenossen

Zangs an der Akademie

Schon im Krieg erkennt der junge Zangs, dass er Künstler werden will - nein, muss! Er fühlt sich berufen und vorherbestimmt, schreibt sich nach seiner Rückkehr ins zerbombte Krefeld - am nächsten Tag, wie er selbst sagt - sofort voller Tatendrang an der Düsseldorfer Akademie ein. Schon während der Studienzeit sucht Zangs den Weg in die Abstraktion, experimentiert in einem leerstehenden Bunker mit weißen Bildern. Später berichtet er: „Die Mitstudenten betrachteten mich als etwas Besonderes. Sie bewunderten mich, das darf ich ohne Eitelkeit und Überheblichkeit sagen, wie ich mir eine Welt der Abstraktion eroberte“ (Stationen meines Lebens, 1996, S. 27f.).In den Akademieschülern Josef Beuys, Peter Brüning und Horst Egon Kalinowski findet er Freunde. Die meisten Lehrer empfindet er dagegen als „Behinderer“, die mit einem Urgenie wie ihm nicht umgehen können. Anders ist nur Otto Pankok, der Lehrer, Förderer und Freund. Auf einer Postkarte schreibt Pankok dem Schüler im Jahr 1953: „Lieber Zangs! Bitte bringen Sie doch bis zum Dienstag 4-5 Bilder (gerahmt) zur Kunsthalle, die besten natürlich. Ich habe zwei Räume frei bekommen für meine Schüler, jetzige und ehemalige. Da hätte ich Sie gerne dabei, als Kanone!“

Zangs und Grass

Zu Zangs’ Akademiebekanntschaften zählt auch Günther Grass, der in Düsseldorf in den frühen 1950er Jahren Bildhauerei studiert. Zangs und Grass arbeiten gemeinsam als Türsteher in der Düsseldorfer Bar „Zum Csikós“. Viele Nächte verbringen die beiden miteinander, trinkend, redend, arbeitend. Grass zückt immer wieder seinen Notizblock, wenn Zangs zu erzählen beginnt, und formt aus dem Freund schließlich die Figur „Herbert Lankes“ für seinen berühmten Roman „Die Blechtrommel“ (1959). Man mag Zangs im Ohr haben, wenn Grass seinen Lankes über eine seiner „Strukturellen Schrägformationen“ sinnieren lässt (zitiert nach: Catalogue raisonné, 2004, S. 101): „Da hat sich ein Genie, womöglich das einzige Genie des zwanzigsten Jahrhunderts, eindeutig und für alle Zeiten ausgesprochen. - Ob das Werk auch einen Namen hat? Ob eine Signatur den Meister verrät? - [...] Na, da steht geschrieben: Herbert Lankes, anno neunzehnhundertvierundvierzig. Titel: MYSTISCH, BARBARISCH, GELANGWEILT.“

Zangs und Beuys

Als Genie versteht sich Zangs ebenso wie Lankes. Sein schärfster Konkurrent auf diesem Gebiet ist in den 1950er Jahren der junge Joseph Beuys. Man kennt sich von der Kunstakademie. Zangs schreibt rückblickend: „Ich beginne am selben Tag wie Beuys. Wir kommen in dieselbe Klasse, zum Professor Mataré. Beuys war auch vom Niederrhein und sprach Dialekt, genau wie ich“ (zitiert nach: Catalogue raisonné, 2004, S. 117).


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